Buchvorstellung „Geliebtes Kabul“: Austausch über die Situation von Frauen unter den Taliban

Am 5. März 2026 fand in der Anna-Seghers-Bibliothek im Rahmen der Lichtenberger Frauenwoche die Veranstaltung „Geliebtes Kabul – Einblicke in die Erfahrungen afghanischer Frauen“ statt. Die Buchvorstellung und das anschließende Gespräch boten den Teilnehmenden einen eindrucksvollen Einblick in die Lebensrealität von Frauen in Afghanistan.

Im Mittelpunkt stand das Buch „Geliebtes Kabul“, ein kollektives Tagebuch von 21 afghanischen Autorinnen, das ihre persönlichen Erfahrungen rund um den Fall Kabuls im August 2021 festhält. Die Texte zeigen eindringlich den Verlust von Freiheit, die Angst und Unsicherheit im Alltag, aber auch den Mut und die Solidarität vieler Frauen.

An der Veranstaltung nahmen Nicola Stuart und Zahra Gholamhosseini teil. Zahra Gholamhosseini, Vertreterin von Etehad e.V., sprach über die schwierige und zunehmend prekäre Situation von Frauen in Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban. Sie schilderte, wie stark die Rechte von Frauen seit der Machtübernahme eingeschränkt wurden und welche Auswirkungen dies auf Bildung, Arbeit und das öffentliche Leben hat.

Gemeinsam mit Nicola Stuart gab sie den Teilnehmenden einen tieferen Einblick in die Entstehung des Buches sowie in die aktuelle Lage afghanischer Frauen. In der Diskussion wurde auch darüber gesprochen, welche Rolle internationale Aufmerksamkeit, Solidarität und Unterstützung spielen können, um die Situation von Frauen in Afghanistan zu verbessern und ihre Stimmen weiterhin hörbar zu machen.

Die Veranstaltung bot Raum für Austausch, Fragen und Reflexion und machte deutlich, wie wichtig es ist, die Erfahrungen und Perspektiven afghanischer Frauen sichtbar zu halten.

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